Germaniumdiode

Neben der bekannten Siliziumdiode existiert auch noch die Germaniumdiode, welche aufgrund ihrer Herstellung aus dem Element Germanium einige veränderte Eigenschaften aufweist. Allgemein besitzt die Germaniumdiode auch einen p-n Übergang, der durch gezielt Dotierung des Materials entsteht. Ihre Funktion und Arbeitsweise ähnelt der normalen Siliziumdiode, allerdings zeigt die Germaniumdiode einen deutlich früher einsetzenden Kennlinienknick (0,2 Volt) in Durchlassrichtung.

Aufgrund dieser Eigenschaft und in der Bauart als Spitzendiode wurde die Germaniumdiode als Gleichrichter bei hohen Frequenzen, hauptsächlich im UKW-Bereich eingesetzt. Dies ist heute nicht mehr oft der Fall, da verschiedene Typen der modernen Schottky-Diode - die aus Silizium gefertigt wird - alle diese Eigenschaften aufweisen und häufig übertreffen, sodass die temperaturempfindliche Germaniumdiode nicht mehr flächendeckend verbaut wird.

 

Germanium war früher zur Herstellung verschiedener Halbleiterbauelemente üblich, doch nach und nach setzte sich Silizium als bestimmendes Material durch. Diese Entwicklung begründet sich hauptsächlich in der höheren Temperaturanfällig der Germaniumdiode sowie ihrer verhältnismäßig hohen Sperrströme und Temperaturdriften.

Heutzutage trifft man die Germaniumdiode nur noch in Anwendungsbereichen an, die eine geringe Durchlassspannung aufweisen und in denen eine Stromstärke von 1mA nicht weitreichend überschritten wird. Für größere Ströme, bei geringer Durchlassspannung werden die temperaturunempfindlicheren Silizium-Schottky-Dioden verwendet

In Deutschland werden elektronische Bauteile nach DIN EN 60617 (Grafische Symbole für Schaltpläne) und deren Kenn-Nummer nach IEC 60617 dargestellt. Das ermöglicht die Erstellung von komplexen Schaltplänen. Das hier abgebildete Symbol bezeichnet eine Germaniumdiode
Das Schaltzeichen nach DIN EN 60617 für eine Germaniumdiode.

 


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