Gleichrichter-Diode

Dioden sind elektrische Bauteile, die einen Stromfluss nur in eine Richtung zulassen und in die andere Richtung, bis zu einer gewissen Spannung, als Isolator wirken. Der Begriff Gleichrichter-Diode rührt daher, dass Dioden in der Lage sind einen anliegenden Wechselstrom in einen pulsierenden Gleichstrom zu verwandeln. Dieser Prozess, für den eine Gleichrichter-Diode benötigt wird, nennt man auch „Gleichrichtung“.

Erste Erkenntnisse auf diesem Gebiet gehen auf den deutschen Physiker Ferdinand Braun zurück, der derartiges Verhalten im Jahre 1874 an Punktkontakten der Germanium-Diode feststellte.

Die Arbeitsweise einer Gleichrichter-Diode lässt sich relativ simpel an einem kurzen elektromechanischen Beispiel verdeutlichen. Dabei stellt man sich die Diode im elektrischen Stromkreis wie eine Art Rückschlagventil im Wasserkreislauf vor. Folglich blockiert die Gleichrichter-Diode den elektrischen Stromfluss, wenn eine Spannung in Sperrrichtung angelegt wird. In Durchlassrichtung leitet die Diode, allerdings muss zuerst eine gewisse Schwellenspannung überwunden werden. Diese liegt bei gängigen Arten der Gleichrichter-Diode aus Silizium bei ca. 0,7 Volt.


 

 

Ein Einsatzgebiet der Gleichrichter-Diode ist beispielsweise die Energieversorgung eines Handys durch ein entsprechendes Ladegerät. Das öffentliche elektrische Stromnetz stellt in Deutschland einen Wechselstrom zur Verfügung, der dann durch die Gleichrichter-Diode in dem Ladegerät des Handys in einen Gleichstrom umgewandelt wird.

Es ist zu erkennen, dass der Begriff Gleichrichter-Diode viele verschiedene Arten von Dioden inkludiert, da sie alle zumindest gleichrichtend wirken. (Schottky-Diode, Zener-Diode, Leuchtdiode, Germanium-Diode, Photodiode).
In Deutschland werden elektronische Bauteile nach DIN EN 60617 (Grafische Symbole für Schaltpläne) und deren Kenn-Nummer nach IEC 60617 dargestellt. Das ermöglicht die Erstellung von komplexen Schaltplänen. Das hier abgebildete Symbol bezeichnet eine Gleichrichter-Diode

Das Schaltzeichen nach DIN EN 60617 für eine Gleichrichter-Diode.

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