Memristor

Ein Memristor ist ein zukunftsorientiertes elektrisches Bauteil, dessen Widerstand nicht konstant ist, sondern davon abhängt, wie viel Strom durch diesen geflossen ist. Der Name setzt sich zusammen aus den beiden Wörtern memory (Speicher) und resistor (elektrischer Widerstand). Er gilt neben dem Kondensator, dem Widerstand und der Spule als viertes fundamentales passives Bauelement.

 

Der Memristor wurde das erste Mal 1971 theoretisch beschrieben. Erfolgreich hergestellt wurde er jedoch erst im Jahr 2007. Sein Aufbau besteht aus einer extrem dünnen Schicht Titandioxid, welche sich zwischen zwei Platinelektroden befindet. Die Titandioxid-Schicht ist in zwei Teile unterteilt: Einem Isolator und einem sehr gut elektrisch leitenden Teil, welcher Sauerstoff-Fehlstellen besitzt. Wenn nun eine elektrische Spannung angelegt wird, verschieben sich die Sauerstoff-Fehlstellen und verringern so die Dicke des Isolators. Dies erhöht die allgemeine Leitfähigkeit des Memristors. Somit hängt sein elektrischer Widerstand vom zeitlichen Verlauf des geflossenen Stromes ab. Eine praktische Anwendung für den Memristor gibt es noch nicht, allerdings sind mehrere hypothetische Verwendungszwecke absehbar.

 

 


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