OFET

Ein momentan höchst interessantes Forschungs- und Entwicklungsgebiet stellt die Organische Elektronik dar. Zu den Bauelementvertretern dieser Gattung zählt auch der sogenannte OFET. Das Kürzel OFET steht ausgeschrieben für „Organischer Feldeffekttransistor“. Generell zählt der OFET zu den Feldeffekttransistoren (FET), allerdings weist er ein organisches Halbleitermaterial auf, was ihn von gängigen Bauvarianten unterscheidet. Diese arbeiten meist mit einer auf Silizium basierenden Elementverbindung.

Der grundsätzliche Aufbau und die Funktion eines OFET gleichen denen eines normalen FET. Das bedeutet, dass auch der mit organischem Halbleitermaterial funktionierende Transistor drei Elektroden bzw. Anschlüsse hat. Diese werden beim OFET Source (Quelle), Abfluss (Drain) und Gate (Tor) genannt. Überwiegend werden die verschiedenen Bauformen des OFET sehr dünn gefertigt. Das bedeutet, dass der Durchmesser der Halbleiterschicht nur einige, wenige Nanometer groß ist. Weiterhin kann man das elektrische Potential des Substrats, als einen vierten Anschluss ansehen, der auch eine gewisse Wichtigkeit in der Betrachtung besitzt.
 

 

Als mögliche Beispiele für eine halbleitende Schicht innerhalb eines OFET können Polymere, Oligomere sowie kleine Moleküle gelten. Indes wurde auch schon durch moderne Forschungsergebnisse nachgewiesen, dass auch naturelle Stoffe (Naturstoffe) wie Indigoide oder Anthrachinone zur Fertigung eines Feldeffekttransistors genutzt werden können. Doch neben den großen zukünftigen Einsatzmöglichkeiten eines OFET bleiben auch gewisse technische Probleme bestehen. Organische Halbleiter reagieren äußerst empfindlich auf Sauerstoff und Wasser. Deshalb benötigt ein OFET Barriere bzw. Verkapselungsschichten, die das wichtige Innenleben schützen. Oberstes Ziel dabei ist es, die durchschnittliche Lebensdauer eines OFET auf die benötigte Zeit zu erhöhen. Dies wird sicherlich in absehbarer Zeit geschehen, doch bis dahin bleiben normale, anorganische Feldeffekttransistoren marktbeherrschend.

Nichtsdestotrotz stellt die Organische Elektronik ein enorm wichtiges Forschungsfeld dar, das sich unter anderem auch mit der Entwicklung organischer Dioden beschäftigt. Gewürdigt wurde bisheriges Engagement durch den Chemienobelpreis an den japanischen Chemiker Hideki Shirakawa, der sich zusammen mit zwei weiteren Wissenschaftlern mit der Entwicklung von leitfähigen Polymeren auseinandersetzte.


 

 


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