Spitzendiode

Die Spitzendiode zählt auch zur großen Familie der Halbleiterdioden innerhalb der Elektronik. Ihre Funktion lässt sich relativ einfach erklären. Eine dünne Metallspitze drückt auf ein einkristallines Halbleiter-Plättchen und erzeugt somit einen örtlichen pn-Übergang bzw. einen Schottky-Kontakt innerhalb der Spitzendiode.

Erste Erkenntnis in der Forschung rund um die Spitzendiode gehen zurück auf den deutschen Physiker Walter Schottky, der auch Namensgeber der Schottky-Diode ist. Vor diesen Errungenschaften wurden hauptsächlich Kristalldetektoren eingesetzt. Sie waren quasi die Vorgänger der Spitzendiode und wurden häufig in Detektorempfängern verbaut. Grund für diese Verdrängung der Kristalldetektoren waren die besseren spezifizierten Eigenschaften der Spitzendiode, die sie auch insbesondere durch ihre industrielle Fertigung erlangte, da sie überwiegend in Glas oder Keramik-Gehäusen Platz fand.
 

 

Einen ersten gravierenden Anlass zur Weiterentwicklung der Technik rund um diese Spezialdiode lieferte der Zweite Weltkrieg. Die Spitzendiode wurde in dieser Zeit insbesondere in Detektoren von Radargeräten verbaut und arbeitete bis ca. 30 Gigahertz.
Heutzutage hat sie ihre wichtige Rolle in der Radartechnik nicht verloren, wird aber auch oft als Demodulator in Fernsehempfängern verwendet.

Zum Teil wird die Kontaktstelle der Spitzendiode durch einen elektrischen Stromstoß formiert, sodass sie unempfindlicher gegenüber mechanischen Einflüssen ist. Dieser Prozess erhöht unter anderem auch noch die Strombelastbarkeit.In Deutschland werden elektronische Bauteile nach DIN EN 60617 (Grafische Symbole für Schaltpläne) und deren Kenn-Nummer nach IEC 60617 dargestellt. Das ermöglicht die Erstellung von komplexen Schaltplänen. Das hier abgebildete Symbol bezeichnet eine Spitzendiode

Das Schaltzeichen nach DIN EN 60617 für eine Spitzendiode.
 

 


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