Zweirichtungs-Diode

Die Zweirichtungs-Diode lässt sich wie viele Bauelemente dem großen Gebiet der Halbleiterelektronik zuordnen. Wie man schon vom Namen dieses Bauteils ableiten kann, arbeitet die Zweirichtungs-Diode sowohl in Vorwärts- als auch in Rückwärtsrichtung.

Grundlegend kann gesagt werden, dass diese spezielle Halbleiterdiode nur zwei Anschlüsse besitzt. Darüber hinaus zeigt die Zweirichtungs-Diode sogenannte „Schaltereigenschaften“, da sie beim Überschreiten einer gewissen Durchbruchsspannung von einem hochohmigen Zustand in einen deutlich niederohmigen Zustand fällt. Diese charakteristische Eigenschaft ist in beide Richtungen aufzuzeigen. Zudem zeichnet sich die Zweirichtungs-Diode durch das Faktum aus, das ihre Halbleiterschicht zwischen der Kathode und der Anode erst leitet, wenn die äußerlich eingebrachte elektrische Spannung die individuelle Durchbruchsspannung übersteigt.
In Deutschland werden elektronische Bauteile nach DIN EN 60617 (Grafische Symbole für Schaltpläne) und deren Kenn-Nummer nach IEC 60617 dargestellt. Das ermöglicht die Erstellung von komplexen Schaltplänen. Das hier abgebildete Symbol bezeichnet eine Zweirichtungsdiode

Das Schaltzeichen nach DIN EN 60617 für eine Zweirichtungs-Diode.
 

 

Was den elektrotechnischen Aufbau anbelangt, kann gesagt werden, dass die Zweirichtungs-Diode aus mehreren dotierten Halbleiterschichten besteht. Die gängigsten Bauvarianten bzw. Diodentypen sind dabei die Dreischichtdiode und die Vierschichtdiode. Allerdings existieren auch noch weit kompliziertere Ausführungen der Zweirichtungs-Diode. Im Allgemeinen kann man diese Spezialdiode auch mit einer Antiparallelschaltung zweier Thyristoren vergleichen.

Wichtig anzumerken bleibt zudem, dass aufgrund des symmetrischen Aufbaus der Zweirichtungs-Diode, ihre Elektroden als Anode 1 und Anode 2 bezeichnet werden. Der Begriff Kathode kommt also im Jargon der Zweirichtungs-Diode nicht zum Einsatz, da sich die Polarität der Anschlüsse nicht unterscheidet. Ein populärer Vorgänger dieser Diode ist die Shockley-Diode. Bekannt ist die Zweirichtungs-Diode zudem oft als Diac oder Bidirektionale Diode. Die Bezeichnung Diac ist dabei das Kürzel für „Diode for Alternating Current“.
 

 


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